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Aktuelle Version vom 12. März 2012, 10:26 UhrWas wird die Schule in den nächsten zehn Jahren verändern?
Insbesondere das Lernen mit neuen Medien ist eine (nicht die einzige!) Unterrichsmethode, die selbständiges Lernen begünstigt. Im Medienzeitalter muss jeder Schüler in die Lage versetzt werden, mit der Flut an Quellen und Informationen kritisch umzugehen und seine Lern- und Rechercheergebnisse zu artikulieren. Mit dem Positionspapier "Bildung 2.0: Medienkompetenz und Digitales Lernen" unterstützt die FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag diese wegweisende Entwicklung im Bildungssektor. Darin fordern wir, Medienkompetenz als fächerübergreifendes Bildungsziel in den Lehrplänen zu verankern und dieses Ziel im Rahmen der eigenverantwortlichen Schule zu erreichen. Wir wollen, dass digitales Lernen flächendeckend an bayerischen Schulen umgesetzt werden kann. Innovative Unterrichtsmethoden wie e-learning oder die Kombination verschiedener Lehrmethoden (blended learning) begünstigen schließlich auch die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler. Dazu müssen wir drei Hebel in Bewegung setzen:
Bei der Lehrerbildung ist das Augenmerk nicht nur auf technische sondern auch auf die kulturelle und soziale Kompetenz im Umgang mit neuen Medien zu richten. Alle drei Phasen der Lehrerbildung sowie die Lehrpläne sind regelmäßig auf die zeitgemäßen, pädagogischen Ziele der Medienbildung und zeitgemäßes Mediennutzungsverhalten zu prüfen. Computer und Netbooks müssen im Unterricht sinnvoll eingesetzt werden können. Ziel ist, dass alle bayerischen Schulen über ein Schulnetz auf zertifizierte, pädagogisch fundierte Lernplattformen und -programme zugreifen können. Zur Umsetzung, Zertifizierung, Evaluation und Qualitätssicherung des Portals ist eine Koordinierungsstelle in Zusammenarbeit mit den kommunalen Spitzenverbänden, Universitäten sowie der bayerischen Wirtschaft einzurichten. Um das didaktisch fundierte Arbeiten mit neuen Medien an Schulen umzusetzen, müssen Schulen ihre eigenen Medienentwicklungspläne aufstellen. Status Quo, Ziele und Bedarf der schulinternen IT-Entwicklung sind zu beschreiben. Die schulinterne IT-Entwicklung umfasst die Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte, die technische Ausstattung und das Wartungskonzept. Der Einsatz neuer Medien im Unterricht ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Freistaat und Kommunen. Eine Finanzierung der Infrastruktur sowie von Hard- und Software durch Stiftungen, Wirtschaft und Industrie ist anzustreben, allerdings ohne inhaltliche Einflussnahme. Schüler sind sukzessive mit Computern – insbesondere mit robusten Netbooks und Tablet-PCs – auszustatten.
Die vollständige Version des Positionspapieres "Bildung 2.0: Medienkompetenz und Digitales Lernen" finden Sie auf unserer Website unter: http://www.fdp-fraktion-bayern.de/files/4357/ Positionspapier_Bildung_2_0_MEDIENKOMPETENZ_UND_DIGITALES_LERNEN.pdf Julika Sandt MdL |